Statement zum CSD 2026

die in den letzten Wochen auf Social Media geäußerte Kritik an der Demo des CSD Mainz nehmen wir sehr ernst.
Der CSD ist ein Ort der politischen Auseinandersetzung mit queeren Themen. Dass es dabei unterschiedliche Positionen gibt, gehört zu der Vielfalt, für die wir einstehen.

Während der Kundgebung auf dem Gutenbergplatz wurde die Versammlungsleitung von der Polizei auf Gefahrenpotenzial und zunehmende verbale Aggressivität, die von einer Gruppe ausging, aufmerksam gemacht.
Da die Versammlungsleitung den Auftrag hat, während der Versammlung für Ordnung zu sorgen, wurde diese angehalten einzuschreiten. Von der Polizei wurden wir unter Druck gesetzt sofort Maßnahmen zu ergreifen oder die Polizei würde selbst tätig werden. Zum Schutz der Veranstaltung und dass diese fortgeführt werden darf, mussten wir Aufforderungen der Polizei nachkommen und haben die Antifa-Fahnen entfernen lassen.

Wir bedauern, dass es daraufhin zu Blockaden einzelner Gruppen und Teilnehmenden sowie zu Unterbrechungen kam.

Auch aus Verantwortung gegenüber dem Verein Schwuguntia e.V. sahen wir es als unsere Pflicht die Veranstaltung als Ganzes zu schützen um nicht zu riskieren, dass diese durch die Polizei abgebrochen wird/.

Der CSD Mainz wird komplett ehrenamtlich organisiert. Das Orga-Team und der Vereinsvorstand investieren viel Zeit und Engagement in die Vorbereitung. Wir sind nicht frei von Fehlern – und ebenso wenig von berechtigter Kritik. Daher werden wir auch in den kommenden Wochen beraten, wie solche Situationen vermieden werden können.

Am Abend des Mainzer CSD wurden bei einem islamistischen Anschlag beim CSD in Berlin eine Person getötet und mehrere Personen verletzt. Dieser Angriff auf die queere Community hat uns sehr getroffen und zeigt zugleich, wie groß die Gefahren gegenüber LSBTIQ+ sind.
Am nächsten Tag wurde am Hauptbahnhof von Privatpersonen (nicht von Schwuguntia oder der CSD-Orga) eine Mahnwache organisiert.

Wir bitten um Verständnis, dass wir zu diesem Zeitpunkt die Vorfälle auf unserem CSD noch nicht aufarbeiten konnten.
Zudem wollten wir die Vorkommnisse vom CSD nicht auf dieser Veranstaltung thematisieren, was uns pietätlos vorgekommen wäre.

Da wir viel Feedback zu unserem CSD und deren Vorkommnisse erhalten haben und diese noch am Sortieren sind, werden wir uns die nächsten Wochen und Monate für den CSD 2027 weitere Gedanken machen und Konzepte überarbeiten.

Wir freuen uns über konstruktiven persönlichen Austausch und möchten an dieser Stelle gerne nochmal an die CSD-Orga an jedem 1. Dienstag im Monat erinnern.

Herzliche Grüße
Der Vorstand von Schwuguntia e.V.

Wir sagen Danke.

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Der digitale Begleiter für alle (teilnehmenden) CSD-Veranstaltungen in Deutschland

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